Templates und Module (in Wireframes).

Was ist der Unterschied zwischen einer Seite und einem Modul? Wer jetzt sagt “keiner mehr” tritt in eines der vielen Schnappeisen, die moderne Medienproduktion heute für den Medienkonzeptioner und Gestalter bereit hält. Man verliert zwar nicht den eigenen Fuß, aber der Kunde dafür Arm und Bein durch unnötige Produktionskosten die dadurch entstehen, dass im Projektteam nicht klar ist, was denn nun eigentlich was ist.

Eine präzise Konzeption von Modulen (oder Widgets, oder Snippets) auf Seiten (oder Viewports oder Bereichen) ist bei der Komplexität heutiger Projekte ein “make or break” Faktor. Dabei kann man sich manchmal durch zu viel verkopfte Verschachtelungen schnell selbst den Profit wegkonzipieren. Meiner Erfahrung nach ist bei der Konzeption eines Interfacesystems eine gute Balance zwischen Modularität und Produzierbarkeit entscheidend wichtig. Nicht alles was geht muss auch sein. Aber wenn man merkt dass man das selbe Element händisch auf mehrere Seiten setzt, macht man auch irgendwas verkehrt.

Und dann, wer konzipiert muss auch dokumentieren. Denn wie beim Bau eines Hauses, ohne Blaupause geht es nicht. Und weil selbst Roboter später irgendwo nachlesen müssen, wo was hin kommt wird das schriftliche festhalten einer Templatelösung immer im Trend sein.  Dabei ist es egal, ob das Modul- oder Seitenkonzept in einem druckbaren PDF oder einer Website visualisiert wird, solange sinnvoll draufsteht wie sich die interaktive Anwendung zusammensetzt. 

 

 

An welcher Stelle die Template – und Modulproduktion im Projekt stattfindet:

1 —  Verkaufskonzept
2 —  Sitemap
3 —  Prozessdesign
4 —  Templates
5 —  Module
6 —  Interface Design
7 —  Programmierung

 

Andere Begriffe, die,  zur besseren Verwechslung synonym oder anderweitig bunt in diesem Zusammenhang verwendet werden 

—  Viewport
—  Sektion
—  Snippet
—  Widget
—  Wireframe

Was habe ich von den hier gezeigten Dingen gemacht?

Bei den meißten hier gezeigten Beispielen stammt die Konzeption der gezeigten Wireframes, Module und Templatesysteme komplett von mir, inklusive der Visualisierung. Bei einigen Beispielen hier habe ich parallel zum Design “gewireframed”. Ich habe dann Elemente aus dem Design, die es schon gab, verwendet, um damit die neuen noch zu designenden Wireframes zu konzipieren. InDesign macht es mit platzierten und sich selbst aktualisierenden Originaldesign-Daten möglich. (Wieder ein Grund warum Axure in Interkationsprojekten bei denen es um effektives Arbeiten geht eigentlich nichts zu suchen hat)

Manche der Wireframes stammen aus früheren Projektphasen, in denen es darum ging, dem Kunden die Konzeption der Seiten zu zeigen, andere aus späteren Phasen, in denen die Wireframes in der Produktion bei oft mehrer Dienstleister überspannenden Projektteams gute Dienste geleistet haben.